Hinweise zu Pflanzenauswahl und Standort

 

Wandbegrünung richtig geplant

 

Wie bei jedem Pflanzvorhaben sollte auch bei Ihrer Wandbegrünung die

Standortfrage an erster Stelle stehen.              

Die südlichen Seiten (SO - S - SW) Ihres Hauses sollten nur von laubabwerfenden Pflanzen bewachsen werden, damit Ihre Hauswand die wärmende Sonne im Winter ungehindert aufnehmen kann.

An den nördlichen Wandseiten (NO - N - NW) sollten immergrüne Kletterpflanzen eingeplant werden. Diese schützen Ihr Haus auf ganz natürliche Weise vor Kälte, Schlagregen und Wind.

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Grundwissen zu Kletterpflanzen

 

In der Natur konkurrieren Kletterpflanzen mit Bäumen und Sträuchern, in denen sie sich emporhangeln. Das Wurzelwerk versucht sich entweder sehr weit oder sehr tief auszubreiten. Ihr feines Wurzelwerk breitet sich dabei in den verbleibenden Zwischenräumen der bereits vorhandenen Baumwurzeln aus. Aus diesem Grund werden Kletterpflanzen nie Belagsschäden verursachen, wie beispielsweise innerstädtisch gepflanzte Bäume. Wenn möglich sollte die Bodenpflanzung der Kübelpflanzung vorgezogen werden.

Es genügt an Hauswänden eine etwa tellergrosse Aussparung im Belag, die darunterliegende Pflanzstelle sollte aber möglichst gross ausgeführt werden. Um die Pflanze ausreichend mit Wasser zu versorgen ist es vorteilhaft, einen Drainschlauch einzubauen. Die ersten zwei (Anwachs-) Jahre ist eine regelmässige Wasserversorgung wichtig, insbesondere dann, wenn der umgebende Belag z.B. mit Asphalt oder Platten versiegelt ist. Danach kann nach Bedarf gewässert werden.

grundwissen

Pflanzeneinteilung und Klettermechanismen

 

Die grundsätzliche Einteilung der Kletterpflanzen erfolgt in zwei Gruppen:
Die Selbstklimmer und die Gerüstkletterpflanzen.

 

1. Selbstklimmer:

A Wurzelkletterer (z.B. Efeu)

B Haftscheibenranker (Wilder Wein)

Sie sind für die Begrünung moderner Fassaden nur bedingt geeignet,

da ihr Klettermechanismus z.B. die Oberflächen beschädigen kann.

 

2. Gerüstkletterpflanzen

Sie sind durchweg für Fassadenbegrünungen besser geeignet.

C Schlinger oder Winder (z.B. Akebie, Geisblatt)

D Spreizklimmer (z.B. Kletterrosen)

die Ranker werden wiederum unterteilt in:

E Blattstielranker (z.B. Clematis)

F Sprossranker (z.B. Weinrebe)

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